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The Magic of BREATHWORK mit Theresa Blüder

Welche Power hat eigentlich unser Atem? Viel zu oft suchen wir nach mehr Tools und Methoden, um unser Leben zu verbessern, um noch mehr zu unserer Wahrheit zu finden, wenn wir vieles doch direkt in uns tragen. Dem ist sich auch Theresa Blueder bewusst und hat „Breathwork“ zu ihrem Thema gemacht. In der heutigen Folge sprechen wir darüber, welche Auswirkungen Breathwork hat und wie sich jede Einzelne wieder mehr mit ihrem Atem und ihrer Urkraft verbinden kann.

Jaimie: Liebe Theresa, erzähl doch mal wer du bist und was man bei dir erwarten kann.

Theresa: Vielen Dank, dass ich mit dabei sein darf. Ich bin Theresa Blüder, spiritueller Lifeguard und Breathcoach. Meine Mission ist es, Frauen dabei zu helfen, ihre eigene Wahrheit zu finden, alte Glaubenssätze zu heilen und ihr Leben und ihre Wahrheit zu leben. Ich freue mich jeden Tag und besonderes heute im Interview darauf, das noch mehr in die Welt zu tragen.

Breathwork finde ich sehr spannend, sehe aber, dass das Thema in Deutschland noch nicht so bekannt ist. Wie bist du zu „Breathwork“ gekommen?

Wie wahrscheinlich die meisten, die sich damit beschäftigen, bin auch ich durch Yoga, bei dem es sehr stark auf Atemtechniken ankommt, darauf aufmerksam geworden.

Verstärkt wurde es, als ich letztes Jahr auf Bali war. Ein Land, das für mich sehr für Spiritualität steht. Intensiviert hat sich Breathwork dann aber besonders durch meine Reiki-Ausbildung und meine Reiki-Lehrerin, die mich mit dem Thema in der Tiefe in Verbindung gebracht hat. Ich habe gemerkt, was sich mit Breathwork bewirken lässt und war begeistert.

Leider habe ich im deutschsprachigen Raum fast nichts dazu gefunden. Die meisten Informationen waren nur (aber immerhin) auf Englisch verfügbar. Ich habe das Wissen aufgesogen und bin schließlich auf eine Breathwork-Ausbildung gestoßen, die ich auch gemacht habe.

Ich habe erkannt, dass Breathwork uns dabei hilft, Körper, Seele und Geist zu verbinden und intensivere Ebenen zu erleben, zu denen wir im Alltag oft schwer eine Verbindung finden.

Breathwork wird oft als „Teil von…“ bezeichnet (Yoga, Meditation, etc.) gesehen. Umso schöner ist es, dass du dieses Thema separat behandelst und die Wichtigkeit davon Themas zeigst. Wie würdest du selbst Breathwork bezeichnen? Was bedeutet es für dich?

Für mich gibt es in dem Bereich verschiedene Ebenen:

Ruhe und Entspannung: Bei Breathwork geht es oft darum, durch Atemtechniken zu Ruhe und Entspannung zu finden. Der natürliche Atemflow, den die meisten von uns nicht mehr haben, kann wiedergefunden werden. Wir erkennen, wie der Atem vielleicht aus dem Gleichgewicht gekommen ist und wie wir dahin wieder zurückfinden können.

Meditation: Breathwork ist großartig für wirklich tiefe Meditationen, zum Channeln und natürlich auch für spirituelle Persönlichkeitsentwicklung.

Heilung: Auch als Tool zur Heilung und zur inneren Arbeit sollte Breathwork nicht unterschätzt werden. Wir können lernen, loszulassen und tiefsitzende Dinge aufzulösen. Beispielsweise werden Panikattacken oft mit Breathwork behandelt. Die wenigsten wissen aber, dass nicht nur Symptome, sondern auch die Ursache der Panikattacken durch Breathwork ergründet und aufgelöst werden können

Für mich ist Breathwork die Verbindung zum Atmen und die Anwendung in den eben genannten verschiedenen Ebenen. Dabei kann jeder auf der Ebene einsteigen, die für ihn oder sie gerade passt.

Ich finde Breathwork wichtig, denn es ist ein Tool, das wirklich tief geht. Mindestens genauso wichtig ist für mich auch der ganzheitliche Ansatz. Deshalb bin ich Coach geworden. Ich finde es großartig, den Menschen über das Tool „Breathwork“ hinaus ganzheitlich weiterhelfen zu können.

Hast du Beispiele dazu, wie sich diese Arbeit anfühlt? Wie kann es sich auswirken, wenn man sich in den „Present Moment“ tief reinfühlt?

Wir neigen dazu, entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft zu sein. Unser Zugang zur Gegenwart ist unser Atem. Wenn wir uns darauf konzentrieren, können wie viel leichter den gegenwärtigen Moment realisieren und erleben.

Warum es so schwierig ist, diesen Zugang zu finden, hängt mit unserem natürlichen Atemflow zusammen. Dieser sollte eigentlich in den Bauch gehen. Das ist in Stresssituationen nicht so. Wir atmen in die Brust und eher kurz als tief. Auch Verspannungen hängen direkt mit unserer Atmung zusammen. Gerade wir Frauen haben oft damit zu kämpfen uns „einzuengen“, zum Beispiel durch zu enge Kleidung, Bauch einziehen und so weiter. Dazu kommen noch Stress, Ängste, Schlafstörungen und ähnliches.

Wir können aber wieder zurückfinden, wenn wir lernen, uns wieder auf unseren Atem konzentrieren und unseren Flow finden. Dazu kommt die innere Arbeit, mit der wir dies vertiefen können. Ja, es ist eine tiefergehende Transformation, für die man sich öffnen können muss. Aber es lohnt sich: Denn in diesem Prozess erreichen wir eine andere Ebene als nur die körperliche. Hier entsteht Heilung.

Wir versuchen durch so viele verschiedene Tools und Methoden Hilfe zu bekommen, wenn uns der Atem eigentlich schon bei so vielen Dingen helfen kann. Wir kommen hier, wie du schon sagst, auf alle Ebenen – Körper, Geist, Seele. Magst du das noch weiter ausführen?

Wenn wir uns sehr auf den Atem konzentrieren, können andere Gedanken gar nicht erst aufkommen. Das ist die Basis von Breathwork, aber das will gelernt sein. Deshalb schaffen es die einen schneller, sich auf mehreren Ebenen führen zu lassen, während andere länger brauchen. Das ist okay so.

Wir haben hauptsächlich über deine Arbeit mit Frauen gesprochen. Kannst du Breathwork auch mit weiblicher Spiritualität und Sexualität in Verbindung bringen?

Da kommt das Thema „Bauch einziehen“ wieder auf. Unser Unterleib ist die weibliche Urkraft. Wie sollen wir den Zugang dazu richtig bekommen, wenn wir uns durch „Bauch einziehen“ regelmäßig einschränken, anstatt frei zu sein?

Viele von uns sind mit zahlreichen Glaubenssätzen zu diesem Thema aufgewachsen. Wir haben gelernt, wie wir sein sollten, wie wir angeblich sein müssen. Dabei ist es jetzt wichtig, diese Glaubenssätze zu durchbrechen und uns für unsere weibliche Spiritualität und Sexualität wieder mit unserer weiblichen Urkraft zu verbinden.

Würdest du sagen, dass wir durch eine gestärkte Verbindung zu unserem Körper zum Beispiel wieder mehr Lust empfinden? Was können wir mit Breathwork tun, um wieder mehr zu unserer weiblichen Spiritualität und Sexualität zu finden?

Breathwork und Sexualität in Kombination wird oft sehr spirituell betrachtet. Ich möchte aber jedem den Zugang dazu geben, nicht nur den „sehr spirituellen Menschen“.

Die Basis dafür ist es, tief durch den Mund zu atmen. Fühle in dich herein und atme tief. Atme bewusst in deinen Unterleib hinein. Dadurch kann alles viel sensibler und intensiver werden und wir lassen die Verbindung zu unserer weiblichen Sexualität wieder entstehen und sich verstärken.

Es lässt sich schon erkennen, dass Breathwork sehr tief gehen kann. Wie stehst du dazu, festsitzende Traumata mit der Hilfe von Breathwork zu lösen?

Breathwork kann ein Tool für die Behandlung von Traumata sein. Allerdings würde ich niemandem empfehlen, dass allein zu nutzen, auch nicht, wenn es beispielsweise durch Audios oder Videos angeleitet wird. Man sollte unbedingt darauf achten, eine solche tiefgehende Arbeit mit jemand Professionellen zusammen zu machen, der den Raum für uns halten kann. So bist du sicher, kannst dich wirklich fallen lassen und tiefsitzende Dinge lösen.

Hast du für Breathwork bestimmte Rituale, die du selbst nutzt und gern in deinen Alltag integrierst?

Es gibt natürlich die Möglichkeit, sich prinzipiell mit dem Atem zu verbinden, der uns die Verbindung zu Körper, Geist und Seele bringt. Das ist eine schöne Möglichkeit, um Ruhe und Entspannung zu finden.

Hilfreich finde ich zum Beispiel auch eine bewusste Bauchatmung („Belly Breath“). Es gibt viele „Basic“ Atemtechniken, die jeder für sich anwenden kann, auch mit leichter Anleitung. Ich mache das für mich sehr intuitiv. Jeder, der sich mehr mit diesem Thema beschäftigen möchte, kann gerne auf meinem Instagram-Account vorbeischauen, auf dem ich dazu viele Tipps veröffentlicht habe.  

Wer gerne Meditationen macht, ist dazu eingeladen, auch hier Atemübungen zu integrieren, die eine Meditation noch tiefer und effektiver gestalten können.

Wie fühlst du dich, seitdem du Breathwork machst? Was hat es mit dir persönlich gemacht?

Ich bin sehr viel ruhiger und gelassener geworden. Ein Zustand, den ich mir inzwischen auch leicht beibehalten kann. Früher war ich ein totaler Kopfmensch und hatte oft mit negativen Gedanken zu kämpfen. Heute fällt es mir viel leichter, mich davon abzugrenzen. Das hat aber natürlich auch mit all der inneren Arbeit zu tun, die ich mache.

Ich stelle auch fest, dass ich viel weniger in die Brust atme. Ich habe weniger Ängste und Sorgen, schlafe besser, habe ein besseres Verdauungs- und Immunsystem und kann leichter detoxen. Das sind nur einige Beispiele. Die richtige Atmung bringt viele verschiedene Auswirkungen für Körper, Geist und Seele mit sich.

Du hast eben noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig die regelmäßige Übung bei Breathwork ist. Wenn jemand nun mit Breathwork anfängt, was kannst du empfehlen?

Man sagt, dass jeder, insbesondere der, der mit Breathwork beginnt, 10 Minuten lang Atemtechniken pro Tag machen sollte. In unserem Körper hat sich die falsche Atmung manifestiert. Wir müssen unserem Körper erst einmal beibringen, das wieder umzustellen.

Es braucht Zeit, um das umzustellen. In meinem Breathwork Mentorship merken meine Mädels etwa in der dritten Woche des Mentorships erste Veränderungen. Das ist total normal. Veränderungen, insbesondere Veränderungen durch innere Arbeit, brauchen Zeit.

Magst du zum Breathwork Mentorship noch mehr erzählen?

Klar! In sechs Wochen gehen wir in der Gruppe das Thema „Breathwork“ durch. Es gibt ein Überthema in der Woche, das wir intensiv inklusive aller Hintergründe besprechen. Ich bin der Meinung, dass wir, wenn wir Hintergründe und das Warum kennen, Dinge leichter umsetzen können. In jeder Woche lernen wir zwei neue Atemtechniken.   Außerdem gibt es verschiedene Audios von mir, die meine Teilnehmerinnen bei der Arbeit unterstützen. Auch das Thema Heilung ist gegen Ende des Mentorships das Ziel. Dafür halte ich den Raum online und erlaube der Gruppe, tiefer zu gehen.

Das Ziel des Mentorships ist es, den eigenen Atemflow in den sechs Wochen wieder zu finden.

Wir sind am Ende des Interviews angekommen. Hast du noch einen letzten Impuls für heute, den du den Hörerinnen mitgeben möchtest?

Ich kann jedem nur empfehlen, es auszuprobieren, egal ob allein oder mit anderen zusammen. In unserem Atem steckt so viel Power und wir nutzen ihn noch viel zu wenig. Es ist ein kraftvolles Tool und jeder sollte es für sich ausprobiert und die Möglichkeiten genutzt haben. 

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