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Spiritual Bypassing vs. Verkörperte Spiritualität

Was bedeutet es, als Frau durch alle Facetten hindurch in unserer Kraft sein zu können? Weiblichkeit wird oft nur noch als das Magnetische und das Orgasmische wahrgenommen. Weiblichkeit soll nicht nur auf eine Weise betrachtet werden. Stattdessen darf sie in ihren vielen verschiedenen Facetten in uns leben. Weiblichkeit ist vielseitig. Alle Bereiche der Weiblichkeit sind wichtige Teile von uns. Heute soll es um all das und noch viel mehr gehen.

Ich bin on fire. Ich spüre eine unglaubliche Kraft in mir und möchte diese an euch weitergeben.

Das ständige Erreichen wollen eines bestimmten Spirituellen Zustands hat mich enorm unter Druck gesetzt und mich mehr von mir selbst weggebracht als es mich zu mir und meiner Wahrheit geführt hat. Lass meine Worte auf dich wirken. Vielleicht triggert es dich, vielleicht tut es dir aber auch einfach nur gut, meine Ehrlichkeit, vor allem zu „Spiritual Bypassing“ zu hören.

Spiritual Bypassing ist das „Vorbeileben“ am Leben selbst. Wir verlieren den Bezug dazu, einfach Mensch zu sein und nicht danach zu streben, selbst ein höheres Wesen, ein Spirit zu werden. Wir dürfen die Verbindung zu uns, zur Erde, zu unserer Weiblichkeit wieder spüren und leben.

Stattdessen dürfen wir uns darauf konzentrieren, die Spiritualität zu verkörpern. Unsere Weiblichkeit zu verkörpern.

Es gab eine Zeit, in der ich gecatcht war von all dem, was Spiritualität zu bieten hatte. Es hörte sich alles großartig an, es hörte sich für mich gut an und ich wollte es haben. Was ich nun erkenne ist, dass Spiritual Bypassing dazu führte, dass ich das Gefühl hatte, jemand bestimmtes sein zu müssen. Ich ging diesen Weg und stellte viel später fest, dass ich in dieser Zeit vergessen hatte, wer ich bin.

Du bist nicht hier um eine Persönlichkeit zu entwickeln, um jemand zu werden. Du bist da, um dich daran zu erinnern, wer du bist, um du selbst zu sein. Du darfst wachsen und dich entwickeln, aber nicht zu jemandem von dem du glaubst zu sein, sondern zu dem, wer du in dir drin bist.

Ich habe verschiedene Tools ausprobiert, weil immer andere Menschen gesagt haben, dass ich das tun soll. Dass das das wahre Tool ist, das mich zu der Person werden lässt, die ich sein könnte. Das führte dazu, dass ich mich selbst verloren habe – in dem Zustand von Spiritual Bypassing. Ich habe erkannt, dass ich mich, durch die Spiritualität, über andere Menschen gehoben, obwohl das nicht dem entspricht, was ich mir eigentlich vom Leben, von meiner Wahrheit erwarte.

„Wir sind alle Eins“

In höheren Dimensionen, ja. Auf unserer Erde, definitiv nicht. Mehr als sonst hat sich das in diesem Jahr in der großen Rassismus-Debatte gezeigt.

Wir können nicht länger mit der rosaroten Brille durch die Welt laufen, auch nicht in der Spiritualität, und denken „wir sind alle Eins“. Denn das entspricht aktuell nicht dem, was wir hier auf der Welt erleben.

„Ich darf nur positiv denken“

…denn sonst ziehe ich etwas negatives an. Das hat mich lange begleitet und, lass mich dir sagen: Es ist Bullshit! Ich darf alles denken, ich darf alles ausdrücken und verkörpern. Denn das ist echt. Nur positiv ist nicht echt. Es ist nicht real.

In dem Moment, als ich die weiblichen Zyklusphasen kennengelernt habe, habe ich erkannt wer ich wirklich bin und was ich verkörpern darf. Genauso ist es mit Human Design.

Es ist großartig all das zu kennen und immer wieder auch darauf zu achten, wenn ich Entscheidungen treffe. Aber es ist keine generelle Ausrede. Du darfst dich verändern, du wirst dich verändern, in den verschiedenen Phasen deines Lebens. Du bist mehr als dein Human Design, du bist mehr als deine Zyklusphasen. Frage dich stattdessen: Wie kann ich meinem Gefühl, meinem Körper, mir selbst vertrauen? Das ist es, was dich deiner Wahrheit näherbringen wird.

Ich habe erkannt, dass ich nicht länger der „People Pleaser“ sein wollte. Ich wollte meine Gedanken, meine Wahrheit teilen und das werde ich weiterhin machen. Ja, es ist schön, ausgeglichen zu sein, aber es geht nicht nur darum, ausgeglichen zu sein. Es geht darum, das willkommen zu heißen, was gerade jetzt da sein möchte. Ich darf aufstehen, ich darf andere wachrütteln, ich darf mich frei fühlen, ich darf alles rauslassen, ich darf die wilde Frau sein. Ich darf fühlen, was ein „Ja“ ist und was ein „Nein“ und ich darf losgehen, wenn es sich richtig anfühlt. Das zu verkörpern, was ich jetzt fühle. Das ist verkörperte und gelebte Spiritualität für mich!

Je mehr wir in Verbindung mit unserer Intuition und unserem Körper sind, desto echter können wir Entscheidungen treffen und desto ehrlicher können wir zu uns selbst sein. Das können wir nicht erreichen, wenn wir alles nur versuchen über Spirit und Mindset zu regeln und zu entscheiden. Es geht um uns, um unsere Persönlichkeit, um unsere Weiblichkeit. Das ist es.

Kennst du das? Du siehst eine Person, zum Beispiel auf Social Media, die du bewunderst. Das ist ein Teil von dir, der sich das wünscht, der sich dieses Leben wünscht. Aber es wird sich nie frei anfühlen, wenn du genau das tust, was du an der anderen Person bewunderst. Es geht darum, einen Teil davon in dein Leben zu rufen und mit deiner Persönlichkeit zu verbinden. Es gibt einen Grund, warum du dich davon angezogen fühlst. Folge diesem Ruf den du spürst, aber sieh es immer als Teil von dir, nicht als dein ganzes Ich. Hol dir das zurück, was du jetzt haben möchtest, was du jetzt am meisten brauchst.

Wegen all dem, ist die Weiblichkeit in all ihren Facetten, GOLD. Es darf alles sein, ganz egal wie du dich gerade fühlst. Du brauchst eine Pause? Nimm dir eine Pause. Du willst in die Umsetzung gehen? Dann GO und nutze dein Feuer! Zeige es, zeig dich und trau dich. Du darfst du selbst sein – in jedem Moment. Es geht nicht um hoffen und wünschen und warten. Es geht um die Verbindung zu dir selbst, damit die Dinge durch dich fließen können. Damit du spüren kannst, wohin deine Wahrheit dich fühlt.

Ich sage nicht, dass es einfach ist, aber es lohnt sich. Nimm deinen ganzen Mut zusammen und erlaube dir zu sein und zu zeigen, wonach du dich gerade fühlst. Mach das, was sich frei anfühlt. Mach das, was sich gut anfühlt. Du darfst entscheiden, wie du all das leben willst – all das, was du bist.  Hinterfrage, fühle rein, gehe nach deinem Instinkt, höre deinem Körper zu, akzeptiere, dass du ein Ego hast, akzeptiere, dass es Angst gibt und versuche nicht, sie zu verdrängen und damit stärker zu machen. Unser Ego und unsere Angst sind keine Feinde. Sie sind Wegweiser zu uns selbst.

Folge deinem Herzen, folge dem, was sich für dich gut anfühlt. Du bist frei in dir – was auch passiert.

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