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SPIRIT & SEX: Der Zugang zu deiner wahren Kraft mit Sophie Itzinger

Ich spreche heute ein Thema an, von dem ich mir vor einiger Zeit selbst noch nicht zugetraut hätte, darüber so offen zu sprechen. Heute sitze ich hier zusammen mit der lieben Sophie und spreche– über Sexualität, Sinnlichkeit, Weiblichkeit. Sophie ist 27 Jahre alt und selbstständig als Female Empowerment Coach.

Ihre Mission ist es, Mut in die Welt heraustragen. Sophie weiß, dass wir alle einen individuellen, positiven Fußabdruck haben, den wir in der Welt hinterlassen sollen. Als Female Empowerment Coach will sie die Menschen dazu bringen, genau diesen zu erkennen und sich zu trauen.

Was aber hat Mut mit Sexualität zu tun? Unsere Intuition und unser Mut sitzen in uns, in unserem Körper, in unserer Gebärmutter. Wenn wir uns mit unserem Körper verbinden, auch durch Sexualität, verbinden wir uns auch mit unserer Intuition. Davon ist Sophie fest überzeugt.

Jaimie: Sophie, was bedeutet Sexualität für dich?

Sophie: Sexualität ist für mich nicht gleichbedeutend mit Geschlechtsverkehr. Sie ist viel umfassender. Für mich bedeutet Sexualität einerseits Hingabe und andererseits Loslassen. Auch die männliche und weibliche Energie, also unser ganzer Flow, sitzt in unserer Sexualität.

Außerdem bedeutet Sexualität für mich Sinnlichkeit, aber nicht nur im erotischen Sinne. Stattdessen geht es darum zu verstehen, dass unser Körper unsere Seelenheimat ist, in der alles stattfindet. Alles, was im Außen und alles was im Innen passiert. Während ich die Welt über meine Sinne wahrnehme, kann ich mit meiner Intuition, also mit meinem Körper, überprüfen, ob ich mich damit gut oder schlecht fühle.  

Viele versuchen durch das alleinige Mindset und die Kommunikation mit der Spiritualität zurück zur eigenen Wahrheit zu finden. Wie passt das alles für dich zusammen: Persönlichkeitsentwicklung, Mindset, Sexualität, Sinnlichkeit?

Wir sind nicht nur unser Kopf, wir sind nicht nur unser Mindset. Man kann nichts nur im Kopf lösen. Zwar müssen wir ins Tun kommen, aber es ist auch wichtig, in uns und unsere Energien hinein zu spüren. Dabei kommt die weibliche Energie immer vor der männlichen. Nicht nur bei Frauen, sondern auch bei Männern. Frage dich deshalb immer zuerst: Was sagt mir meine Intuition? Und agiere danach, triff Entscheidungen danach und gehe damit immer erst im zweiten Schritt in die männliche Energie. 

Lerne, morgens aufzustehen und einen Check-In zu machen. Entwickle ein Bewusstsein dafür, zu erkennen: Was brauche ich heute? An welchem Punkt meines Zyklus befinde ich mich gerade? Macht es Sinn, heute Power zu geben oder brauche ich die Ruhe, um in meine Kraft zu kommen?  

Für viele mag die Umsetzung schwierig sein. Das große Problem, das viele von uns Frauen mit sich herumtragen, ist: Wir sind im stetigen Kampf mit unserem Körper. Wir nehmen ihn nicht an, wie er ist. Wir haben ständig das Gefühl, etwas verbessern zu müssen.

Starte deshalb nicht mit Selbstliebe. Starte mit Selbstannahme: Du kannst sein, wer du sein möchtest. Dein Körper kann sein, wie er ist. Der Körper ist perfekt. In all seinen Facetten. Wir sind perfekt in all unseren Facetten.

Viele, die hier zuhören, sind auf dem Weg zu ihrer Wahrheit. Vielleicht suchen sie noch nach dem letzten fehlenden Puzzleteil. Auch ich habe zu Beginn meiner Reise mit Mindset, Spiritualität und verschiedenen Tools gearbeitet. Es hat lange gedauert, bis ich gemerkt habe, dass es meine Sexualität, meine Weiblichkeit, meine Intuition waren, die gefehlt haben und sich jetzt entwickeln. Wie war das bei dir? Wie sah deine Reise aus?

Meine Reise war spannend. Ich hatte die Verbindung zu meinem Körper für eine Zeit fast komplett verloren. Inzwischen habe ich gelernt, nicht mehr nur mit meinem Kopf zu denken, ich denke stattdessen mit meinem Körper. Ich frage mich immer, wie ich mich noch mehr hingeben kann, noch mehr verletzlich zeigen kann, um mich wirklich vollkommen zu fühlen. So entsteht für mich ein wahres Powerhouse.

Wenn dann noch der richtige Partner da ist, der mich darin unterstützt, ist das wundervoll.

Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein guter Partner einem spiegelt, wer man ist und was man sein kann. So habe ich gelernt, mich zu öffnen. Natürlich braucht man aber keinen Partner, sondern kann das auch als Single tun. Oder?

Ja! Tatsächlich sind meine größten Transformationen entstanden, wenn ich mich dazu entschieden habe, eine Partnerschaft zu beenden. Denn dann ging es darum, mich kennenzulernen, als Single kraftvoll zu sein, bis ich bereit war für eine neue Partnerschaft. Das ging erst dann, als ich voll und ganz im Reinen mit mir selbst war.

Ich würde gern auf das Thema „Sex“ näher eingehen. Was meinst du: Wie kann man durch Sex den Spiegel zur eigenen inneren Welt öffnen und reflektieren? Wie kann ich es schaffen, mich anzunehmen, mich frei zu bewegen, zu genießen? Wie kann ich mich davon lösen, gefallen zu müssen? Wie kann ich mich von Blockaden befreien?

Lass uns beim Thema „Scham“ beginnen. Beispielsweise gibt es viele Frauen, die fast nie einen Orgasmus haben, aber nicht darüber sprechen, eben weil sie sich dafür schämen. Das hat die Vergangenheit uns gelehrt – wir sollen nicht darüber sprechen. Dabei können wir es lernen, wir können es verbessern und wir dürfen das für uns tun. In unserem Rahmen. Wir dürfen unsere Grenzen testen, dafür einstehen und sie erweitern, sofern wir das möchten und es nicht für jemand anderen tun.

Wir können durch Sexualität lernen wer wir sind, was wir wollen. Und wir dürfen lernen, zu äußern, was uns gefällt und was nicht. Ich bin sicher, jede kennt die Situation, wenn wir Sex mit jemandem haben und er wirklich verrückte Dinge macht, wir aber nichts sagen und es einfach mitmachen, obwohl wir keinen Spaß daran haben. Alles nur um den Erwartungen des anderen gerecht zu werden und nicht komisch zu wirken. Damit müssen wir aufhören.

Ich merke, dass Frauen, die im Alltag eher in der männlichen Energie sind, auch beim Sex Schwierigkeiten haben, in die weibliche Energie zu kommen und sich hinzugeben. Was sagst du dazu?

Das ist eigentlich ganz logisch: Wenn wir so in unserem Kopf gefangen sind, wie sollen wir dann auf einmal in unseren Körper kommen? Wie sollen wir von einem Moment zum anderen mit unserem Körper in Verbindung zu kommen, wenn wir das nicht kennen? Wir müssen das lernen und praktizieren.

Du hast recht. Wir müssen damit aufhören, die Erwartung nur an andere zu stellen. Wenn wir selbst die Intimität zu unserem eigenen Körper nicht zulassen, dann können wir es auch nicht von anderen erwarten.

Erzähl uns doch zum Abschluss: Welche Dinge tust du, um diesen Kontakt zu dir selbst, zu deinem Körper wiederherzustellen?

Dafür habe ich verschiedene Dinge:

Tanzen: Ich habe mir extra eine Playlist erstellt, um in meine weibliche Energie zu kommen. Dabei helfen mir zum Beispiel mit Songs von Christina Aguilera, die mich dazu einladen, meine Hüften kreisen zu lassen, in einen Flow zu kommen und mich weiblich, sinnlich und schön zu fühlen.

Kleidung: Ich kleide mich gern weiblich, zum Beispiel mit Kleidern und Röcken.

Meine Haltung: Ich setze mich offen hin und überschlage nicht die Beine. Wir müssen lernen, uns nicht dauernd zu verschließen, sondern auch in unserer Körpersprache Offenheit, statt Zurückhaltung zu signalisieren, auch wenn wir nur für uns sind.  

Pflege: Wenn ich mich danach fühle, schminke ich mich, auch wenn ich nicht raus muss. Außerdem liebe ich es, meinen Körper zu verwöhnen, zum Beispiel durch tolle Cremes.

Annehmen: Ich versuche alles anzunehmen, mich anzunehmen, egal, wie es mir aktuell geht. Dadurch lerne ich mich jeden Tag besser kennen.

Das ist nicht viel, das ist nicht aufwendig, aber es ist kraftvoll. Diese Dinge reichen und ich kann jedem empfehlen, sie noch heute auszuprobieren.

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