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Authentisch und frei LEBEN mit Frau Herz

Ich freue mich riesig über meinen heutigen Interview-Gast, die liebe Alexandra, bekannt als Frau Herz. Alex und ich sprechen über Authentizität, darüber frei zu leben. Wer bin eigentlich ich? Wie schaffe ich es, weniger „People Pleaser“ und mehr ich selbst zu werden? Darüber und um noch viel mehr geht es in der aktuellen Folge. ✨

Eingestiegen sind wir direkt mit dem Thema: Was bin denn eigentlich ich? Mit wem umgebe ich mich eigentlich, auch auf Social Media. Weg vom People Pleaser hin zum authentischen Selbst.

Jaimie: Wer bist du?

Alexandra: Früher vorgestellt als Steuerfachangestellte, weil damit alle Erklärungen überflüssig waren. Eigentlich habe ich mich aber mit 16 als Fotografin selbstständig gemacht, daraus ein Hochzeitsbusiness auf die Beine gestellt und mach seitdem hauptsächlich das, worauf ich Lust habe. Es gibt zum Beispiel weiter mit Workshops über Mindset und Persönlichkeitsentwicklung im Business. Das war mir besonders wichtig, denn die Beziehung, die wir zu uns selbst führen ist die Basis für alles. Seitdem begleite ich hauptsächlich junge Menschen auf ihrem Weg in der Selbstständigkeit. Nebenher bin ich selbstständige Mediengestalterin. Außerdem habe ich zwei Bücher geschrieben, bin Spiegel-Bestseller-Autorin und habe einen Podcast. Meine Aufgabe ist es, den Menschen zu zeigen, dass sie alles sein können, was sie wollen.

Wenn wir uns um uns kümmern, uns mit uns beschäftigen, unseren Visionen und dem, was wir machen wollen, dann kommen die Dinge auch zu uns. Bei meinem ersten Buch klappte das so. Auch dabei, dass ich Bestseller-Autorin wurde. 10 Tage habe ich den Aufkleber vermisst, den ich vorher visualisiert habe. 10 Tage nach Veröffentlichung war der Aufkleber wieder drauf. Diesmal richtig.

Warst du schon immer so, wie du heute bist, dass du auf dich achtest, auf das was du willst und dir vieles auch „scheiß egal“ ist?

Ich habe aufgehört einen Kampf gegen mich selbst zu führen, als ich gemerkt habe, dass ich selbst, wie ich bin, genug bin. Ich habe viel durchgemacht in meinem Leben und habe auch dadurch gemerkt, wer ich sein möchte. Meine Entscheidung ist gefallen, dass ich die Energie durch diese schmerzhaften Zeiten nehme und nach außen gebe. Ich habe mich für Heilung entschieden – für mich und später auch für andere.

Ich habe erkannt, aus verschiedenen Situationen zu schöpfen – aus den Positiven, aber insbesondere auch aus den Negativen.

Ich kann alles sein, was ich will. Ich kann mir selbst geben, was ich brauche.

Jedes Mal, wenn ich „Nein“ zu etwas gesagt habe, hat es mich weitergebracht. Ja, ich bin diejenige, die gerne dem Sonnenuntergang entgegenläuft, aber ich bin auch ein Biest und das ist okay so. Die besten Dinge sind passiert, als ich mich dazu entschieden habe, das Biest nicht zu verdrängen, sondern einfach authentisch zu sein. Du ziehst die richtigen Menschen an, wenn du dich so zeigst wie du bist. Deine Verletzlichkeit gibt den Menschen den Zugang zu dir.

Was bedeutet Authentizität für dich und wie lebst du sie?

Für mich bedeutet es, mich jeden Moment immer wieder neu entscheiden zu dürfen. Mich jeden Moment zu vergewissern, dass ich mich umentscheiden darf. Egal was kommt, ich darf immer meiner Intuition vertrauen. Deshalb gehören Authentizität und Intuition für mich eng zusammen. Authentisch zu leben bedeutet für mich „leicht“ zu leben.

Wo hört Selbstliebe auf und wo fängt Egoismus an? Wenn du anfängst dich selbst zu lieben und deine Wahrheit zu sprechen, bist du mit deiner Intuition verbunden. Andere mögen das manchmal nicht verstehen wie es ist und als Egoismus wahrnehmen, dabei ist das die pure Selbstliebe und hat mit Egoismus nichts zu tun.

Kannst du dich an eine Situation erinnern, in der du jemandem so richtig auf den Schlips getreten bist? Privat oder im Business?

Der Moment begegnete mir in meiner 10-jährigen Beziehung mit einem Mann, mit dem ich auch verheiratet war. Ich wusste, dass ich diesen Menschen liebe, aber ich wusste auch, dass ich etwas anderes in meinem Leben wollte als er. Er sah zu mir hoch und ich sah zu ihm herunter. Dadurch entsteht automatisch ein Gefälle, das für die Beziehung und für jeden individuell nicht gut ist. Ich wusste, wo es für mich hingehen sollte und ich wollte niemanden, der mir einfach nur folgt und es war die schwerste Entscheidung diesen Menschen, den man liebt, zu verlassen.

Niemand hat es verstanden. Die Menschen haben schlecht über mich geredet. Aber ich bin trotzdem raus und habe mir die Zeit für mich genommen. Ich habe mich für mich selbst entschieden und es hat so weh getan. Trotzdem hatte ich ein ganz tiefes Urvertrauen, das mir gesagt hat, ich bin auf dem richtigen Weg. Schöpfer des eigenen Lebens zu sein bedeutet aber eben auch, unbequeme Entscheidungen zu treffen.

Für mich war das die schwerste, aber wichtigste Entscheidung, die ich getroffen habe.

Ja, durch Entscheidungen, die wir treffen, können wir erst zu uns finden.

Wirklich wichtig sind die Entscheidungen, die außerhalb unserer Komfortzone liegen. Wenn ich immer so lebe, wie ich eh schon gelebt habe, dann werde ich nicht vorankommen. Die Dinge, die uns weiterbringen sind die Entscheidungen, die wir treffen und bei denen wir nicht wussten, was als nächstes kommt. Es kommt nicht durch die Sicherheit und nicht innerhalb der Komfortzone.

Überall in deinem Leben, wo keine Klarheit herrscht, herrscht Entwicklungspotenzial. Klarheit hast du aus Liebe, Grenzen setzt du aus einem Mangel.

„Wenn du nicht weißt, wo du hinwillst, ist es egal welchen Weg du einschlägst.“ – ein Zitat aus Alice im Wunderland.

Du musst nicht immer wissen, wohin es geht. Wenn du dich hast, dann hast du genug. Das bedeutet nicht, auf andere Leute komplett zu verzichten. Andere Menschen, Beziehungen sind auch wichtig und können durch uns allein nicht ersetzt werden. Wir dürfen auch hier loslassen.

Alles was du glaubst, stimmt. Das ist die Wahrheit, die du dir selbst kreierst.

Was kannst du den Leuten da draußen mitgeben?

Wir müssen uns mehr ausdrücken im Leben. Schreib ein Buch, gestalte deine Wände neu, singe, tanze, zieh das an, was du dir immer für einen besonderen Moment aufgehoben hast, male dir die Lippen knallrot an, auch wenn du nur daheimsitzt – drücke dich aus, wie du möchtest.

Behandle dich selbst, wie du deine beste Freundin behandeln würdest. Schreib dir doch selbst mal eine Karte, zeig dir, was du dir wünscht.

Ich muss sie erwähnen – deine Podcast-Folge „Warum es scheißegal ist, was andere über dich denken“. Diese Folge ist der Oberknaller!

Das ist eine Folge von denen gewesen, die ich aufnehme und mir denke „Heute dürfen mir mal wieder alle entfolgen, die das nicht verstehen.“. Die Menschen, die die Wahrheit nicht hören wollen, dürfen gehen.

Das Leben ist zu kurz. Wir tun alle so, als würden wir zweimal leben. Mach die Musik an, tanze, träume und stell dir vor wo du gerne wärst, wenn alles möglich wäre. Lade die Lebendigkeit wieder in dein eigenes Leben ein.

 

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